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Warum eine MPU?
Gedanken dazu

Warum eine MPU? – Gedanken dazu

Keiner geht gerne zu einer MPU!
Die meisten meiner Klienten sehen auch die MPU am Anfang unseres Gesprächs als eine weitere Strafe an.
Wie oft höre ich Vergleiche wie: Jemand, der einen anderen verprügelt oder einen „Bruch“ (Diebstahl) begangen hat, wird nicht so hart bestraft als derjenige ,der „nur“ einmal mit Alkohol erwischt worden ist.

Ja, bei vielen Betroffenen ist manche „Wut im Bauch“ – bei anderen einfach nur Unverständnis oder sie bezeichnen die „Institution MPU“ als „Geldmacherei“, um Autofahrer noch weiter „zur Kasse zu bitten“ oder abzuzocken.

Solche Gedanken kann ich sehr wohl bei den Betroffenen oft nachvollziehen.

Jemand, der den Führerschein verloren hat und ihn beruflich sehr nötig braucht, ist oft der Verzweiflung nahe.
Sein Job oder seine selbstständige Tätigkeit ist in Gefahr; denken wir hier nur an einen Handwerker im Außendienst, an einen Handelsvertreter oder an einen selbstständigen Geschäftsmann.

Möglicherweise ist der Verdienst eingeschränkt, er kommt vielleicht durch seine Immobilität gar nicht mehr zur Arbeit oder ist durch den Verlust des Führerscheines sogar arbeitslos geworden.

Die Freizeit, die Hobbies sind eingeschränkt.
Die Kinder meckern vielleicht rum, weil sie nicht mehr zum Sport oder zu ihren Freunden gefahren werden können.
Der Einkauf ist schwieriger geworden.

Ja, ich kann die Gedanken schon nachvollziehen!

Aber: Warum gibt es überhaupt eine MPU?

Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss Auto fährt, wer aggressiv oder zu schnell Auto fährt, riskiert nicht nur sein Leben, sondern das Leben anderer!

Die MPU-Psychologen sind dazu da, dass nur jemand seinen Führerschein wiederbekommt, der sein Problem – sei es nun Alkohol, Drogen oder zu schnelles Fahren - in den „Griff bekommen hat“ und keine Gefahr mehr für die Allgemeinheit ist.

Die MPU – wenn sie schon nicht zu vermeiden ist – sollten Sie als Chance für einen Neuanfang verstehen!

Sie werden jetzt vielleicht denken, der hat gut reden, so was kann man leicht sagen.

Sicher, leicht ist dies tatsächlich nicht! – aber: Jeder kann es schaffen – egal, wie alt er ist.

Ziel ist es, den Führerschein wieder zu bekommen und ihn dauerhaft zu behalten!

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